Sonntag, 13. Januar 2019

Peissenberg, 11.1.19

Obwohl man die Hauptrunde der Oberliga auf dem vierten Tabellenplatz abschloss, muss man aufgrund der Planinsolvenz im Sommer die Verzahnungsrunde gegen die besten acht Bayernligisten antreten. Am ersten Spieltag dieser Runde traten die Eishackler aus Peissenberg im OEZ an.

Trotz der vermeintlich klaren sportlichen Ausgangslage war rund um diese Partie im Weiß-Blauen Fanlager eine gewisse Anspannung zu spüren, wohlwissend, dass von einem Verbleib in der Oberliga die Zukunft, wenn nicht sogar die Existenz des Sportclubs abhängt. Ein Auftaktsieg gegen den Achten der Bayernliga war dabei fast schon Pflicht.
Unsere junge Mannschaft ließ sich von diesem Druck nicht aus der Ruhe bringen und letztendlich stand ein gänzlich ungefährdeter 6:1 Heimsieg auf der Anzeigetafel.

Die Zuschauerzahl lag bei etwa 1800, was sich im Vergleich zur Oberligahauptrunde durchaus sehen lassen kann. In der Ostkurve präsentierten wir als Intro eine simple Choreo, bestehend aus vier Spruchbändern. ' Sie fragen: "Warum bist du heute hier?" "Weil wir hier und jetzt stark sein müssen!" ' stand so im Herz der Kurve geschrieben. Ein Zitat, das einerseits zur Motivation der Mannschaft dienen sollte, andererseits auch ohne weiteres als Aufforderung an alle Fans des SCR zu verstehen ist. Im Anschluss an diese Aktion präsentierte sich die Stimmung in der Ost solide, ohne jedoch ganz große Spitzen nach oben zu erreichen.

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In der Gästekurve versammelten sich beachtliche 350 Beobachter, eine Zahl, die so nicht zu erwarten war und ehrlichen Respekt abverlangt. Der Auftritt des Gästeblocks hingegen war alles andere als sehens- bzw. hörenswert, denn Stimmung war keine vernehmbar. Angeblich soll ein kleiner Kreis von etwa fünf Personen zwar sporadisch versucht haben sich akustisch bemerkbar zu machen, auf der Gegenseite konnte von diesen Bemühungen allerdings nichts wahrgenommen werden.

Mittwoch, 9. Januar 2019

Rosenheim, 2.1.19

Zum ersten Spieltag im neuen Jahr begrüßte man die Starbulls aus Rosenheim im heimischen Olympia Eissport Zentrum. Da das gesamte Spiel unter dem Motto 95 Jahre Sportclub Riessersee stand, beteiligten auch wir uns an den Feierlichkeiten und zeigten eine Choreo bestehend aus einem 95 Jahr-Wappen, silbernen Folien und vier Schwenkern, die zusammengesetzt 1923 ergaben.

(Keine unerlaubte Veröffentlichung in Print- oder elektronischen Medien!)
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In Sachen Stimmung hatte man im zweiten Drittel noch viel Luft nach oben. Auch die große Anzahl an Touristen in der Kurve darf hier nicht als Ausrede gelten.

Vermutlich aufgrund des massiven Schneefalls am Alpenrand fanden sich lediglich knapp 100 Gästefans im Stadion ein. Die Rosenheimer Szene, die zum Ende des ersten Drittels erschien, zeigte sich zwar fortan bemüht, konnte sich im weiten Rund jedoch nicht bemerkbar machen.

Auf dem Eis präsentierte sich Weiß-Blau couragiert und konnte letztendlich nach Verlängerung zwei Punkte einfahren. Bemerkenswert dabei, dass der älteste Garmischer Spieler gerade mal 25 Jahre alt war.
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Dienstag, 25. Dezember 2018

Sonthofen, 23.12.18

Auf den Tag genau durften wir beim Auswärtsspiel in Sonthofen den 95. Geburtstag unseres Sportclub Riessersees feiern. Bedingt durch die gruppeninterne Weihnachtsfeier am Vorabend war unser Teilnehmerfeld zwar etwas ausgedünnt, dennoch ließen es sich 25 Szene Mitglieder nicht nehmen an diesem besonderen Spiel teilzunehmen.

Als kleine Aktion setzten wir zu Beginn des Spiels weiße und blaue Wurfrollen ein, die bei einer Choreo der vergangenen Saison übrig geblieben waren. Im Anschluss  präsentierte sich der mit circa 100 Garmischern bevölkerte Gästeblock über weite Teile des Spiels gut aufgelegt und somit konnte der Geburtstag des Vereins gebührend zelebriert werden.


Auch auf dem Eis zeigte Weiß-Blau eine engagierte Leistung, die in einem letztendlich völlig ungefährdetem 6:3 Sieg resultierte. Der Jubiläumsabend war damit perfekt.

Lindau, 7.12.18

Insgesamt folgten etwa 50 SCR Fans unserem Sportclub an den Bodensee. Darunter ein 30 Mann Bus, dem sich auch einige Szene Mitglieder anschlossen. Obwohl wir die Reise absolut überpünktlich antraten, erreichten wir erst in den ersten Spielminuten das Stadion. Grund hierfür war eine Panne des Busses, die uns einen 1,5 stündigen Aufenthalt an der Bundesstraße bescherte, ehe der Ersatzbus herangeschafft war und wir die Reise fortsetzen konnten.


Im Stadion angekommen trafen wir auf weitere Mitglieder der Szene und gemeinsam konnten wir uns im ersten Drittel lautstark bemerkbar machen. Diese Stimmung erlitt im zweiten Abschnitt zunächst einen Knick. In den letzten 20 Minuten und der darauf folgenden Verlängerung gelang es schließlich dem desolaten Schiedsrichter Erdle wieder Schwung in den Gästeblock zu bringen.

Die auf unserer Seite verbliebenen 12 Feldspieler schafften es trotz dieser widrigen Umstände mit großem Kampf das Unentschieden über die Zeit zu retten. Es folgte ein fast 30 minütiger Penaltykrimi, der zu unserer Erleichterung im 32. Versuch zu Gunsten unseres Sportclubs entschieden werden konnte.


Mittwoch, 5. Dezember 2018

Zuhause in Landshut

Als wir vor ein paar Monaten erfahren haben, dass wir wieder in Landshut spielen dürfen, waren wir natürlich hellauf begeistert und nahmen uns vor, sofort unsere noch bestehenden Stadionverbote aufheben zu lassen. Dank der Garmischer Gemütlichkeit wurden diese jedoch erst im Verlauf der letzten Wochen fast vollzählig aufgehoben, sodass man wieder geschlossen als Gruppe in Landshut seine Freiheit genießen konnte. Genossen wurde diese ganz stilecht in der Landshuter Innenstadt bei Zwiebelrostbraten und Bier (mexikanisches Essen ist freiheitsberaubend). Böse Blicke warfen uns hier nur ein paar Zivibullen zu, ansonsten konnten wir unbehelligt durch die Innenstadt bummeln. Auf dem Weg zum Stadion kamen dann auch die uniformierten Kollegen samt Hund und eskortierten uns zum Gästeeingang. Und sieh einer an, da machte dann auch Landshut auf sich aufmerksam: ganze drei Hansel pöbelten hinter einem Eisentor durch die Bullen hindurch... wow! An dieser Stelle darf gerne gelacht werden, haben wir ja auch gemacht.
Die nächste Stunde befassten wir uns mit dem Kartenkauf (eine alte Oma für die gesamte Gästekurve), mehreren Fahnenkürzungen (für Landshuter Fans ist 1,5 Meter wohl das höchste der Gefühle) sowie unverhältnismäßig langen Ganzkörperkontrollen. Endlich im Stadion angekommen, bereiteten wir uns mit einer Kaltschale in der Hand und einem überlegenen Lächeln auf den Lippen auf das Spiel vor.

Bzgl. des Spielgeschehens kann man nur sagen, dass es im ersten Drittel nach einer ähnlichen Klatsche wie im Hinspiel aussah. Jedoch hatte der SCR Glück, dass die Landshuter ihre Chancen nicht nutzten und somit nur mit 1:0 nach 20 Minuten in Front lagen. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts bahnte sich dann gleich der erste sehr haltbare Schuss des Drittels ins EVL-Gehäuse. Dem Jubel auf den Gästerängen folgte eine Drangphase unserer Weiß-Blauen. Aber das Glück des ersten Drittels war uns leider nicht mehr hold und so traf Landshut völlig überraschend zum 2:1 aufgrund einiger Stellungsfehler im Abwehrverhalten. Das letzte Drittel verlief dann weitestgehend ausgeglichen und der SCR erkämpfte sich durch einen Unterzahltreffer ein paar Minuten vor Schluss den Gang in die Overtime. Da auch dort kein Sieger ermittelt werden konnte, musste das Penaltyschießen herhalten. Aufgrund der unzähligen Schützen war das für die Nerven kaum auszuhalten, aber am Ende konnte man sich der freudigen Ekstase hingeben und seine restliche Stimme dem Siegesjubel zum Opfer darbieten. Mann des Tages war natürlich Silvan Heiß, der an alter Wirkungsstätte nicht nur den späten Ausgleich, sondern auch die entscheidenden Penaltys erzielte und somit eindeutig gezeigt hat, dass er endlich im richtigen Trikot aufläuft!

 

Und wie heißt es so schön, das Beste kommt zum Schluss: die Leistung auf den Rängen. Nach diesem Satz werden wohl alle Landshuter Leser ihren Browser wehmütig schließen. Aber für unsere restlichen Gäste fassen wir es natürlich gerne nochmal zusammen.
In den ersten Minuten war kaum ein Durchdringen unserer Gesänge möglich. Ein fulminanter Start der Landshuter Mannschaft, eine volle Heimgerade und ein frühes Tor machten's möglich. Komischer-, oder sollte man lieber idiotischerweise sagen, hörten die Landshuter Fans aber nach eben jenem Führungstreffer auf, Stimmung zu machen. Und zwar für das gesamte restliche Spiel, abgesehen vom schwachen Heimjubel beim erneuten Führungstreffer. Ab 3:12 Minuten Spielzeit gehörte die Halle also uns. Selbst Vertreter der Polizei wurden von uns gefesselt und nickten bei verschiedenen Fangesängen im Takt mit... ein herrliches Bild! Die stimmungstechnische Niederlage des Hinspiels wurde also hundertfach zurückgezahlt und nebenbei gesagt, wir hatten weder ein spannendes Spiel mit Siegchancen, noch eine volle Heimkurve. Zum Abschluss ihres kläglichen Auftritts besangen die Vertreter der Landshuter Szene (tut mir leid, aber der Verfasser weiß gerade wirklich nicht, wie die aktuell heißen) netterweise noch unsere Freundschaft mit Kaufbeuren. Jedoch war die Jokeria in ihrem Heimspiel gegen Dresden, also müssen wir euch leider mitteilen, dass wir euch wie vor viereinhalb Jahren wieder mal alleine in die Schranken gewiesen haben. Wären unsere Freunde aus dem Allgäu auch noch dabei gewesen, würdet ihr nur noch mehr Erwachsenenwindeln im Heimblock brauchen, also seid nicht traurig!

Zum Abschluss bleibt nur zu sagen:
Chapeau Szene Landshut, wie auch immer ihr gerade heißen mögt!

Eure geliebte BSG

Dienstag, 20. November 2018

Galerie

Bilder vom 16.11.18 gegen Rosenheim:

(Keine unerlaubte Veröffentlichung in Print- oder elektronischen Medien!)

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Spendenaktion, Derby und Peiting auswärts

Fangen wir mit der erfreulichsten Nachricht des Wochenendes an: Die Spendenaktion für den Mukoviszidose Förderverein Oberland e.V. war ein voller Erfolg! Durch den Einsatz vieler Sammler und die Spendenfreudigkeit der Zuschauer sind fast 2500 Euro zusammengekommen. Darauf kann man wirklich stolz sein! Ein Dank gilt hier auch der Rosenheimer Kurve, die fleißig mitgespendet hat.
Die unschöne Seite der gesamten Aktion, war die - und man kann es wirklich nicht anders nennen - Schikane von Staatsseite. Nicht nur hat es das gesamte Polizeiaufgebot (weit über 50 Mann stark) nicht geschafft, mehr als fünf Euro durch nur einen einzigen Beamten zu spenden, sondern wurde der Ablauf der Spendenaktion auch durch unnötige und in die Länge gezogene Kontrollen der klar gekennzeichneten Sammler gezielt gestört. Und das, obwohl alles zuvor mit dem Verein abgesprochen und genauestens geplant war. Man kann also sagen, dass es zwei verhasste Fanszenen geschafft haben, erfolgreich für einen sozialen Zweck zusammenzuarbeiten und das Polizeipräsidium Oberbayern Süd inklusive ihrer Angestellten mal wieder ihrer allgemein bekannten Unfähigkeit Taten folgen ließ. Danke dafür!

Zum Spiel bleibt nicht viel zu sagen. Garmisch dominierte wie im ersten Spiel in Rosenheim fast die gesamten 60 Minuten und scheiterte vor allem an der miserablen Chancenverwertung und letztendlich auch am sechsten Rosenheimer Feldspieler, dem zwölfjährigen Knaben in schwarz-weiß. Im Highlight-Video kann sich jeder selbst den Siegtreffer für die Starbulls ansehen und entscheiden, ob es regeltechnisch legal sein kann, wenn man so lange auf die Schoner des Goalies eindrischt, bis der Puck schließlich im Tor landet. Für die Bayern-Ultras, die dem Rosenheimer Mob in dieser Saison häufig zur Zweistelligkeit verhelfen: das ist ungefähr so, als würde Lewandowski den gegnerischen Torhüter so lange verprügeln, bis er gemütlich ins Tor einschieben kann.
Stimmungstechnisch machte die Ostkurve über die volle Spielzeit einen sehr guten Job, man hatte das Geschehen auf den Rängen eindeutig im Griff. Man konnte zwar optisch sehen, dass die Rosenheimer Kurve aktiv war, sie jedoch akustisch nie vernehmen. Interessanterweise ließ dieses "optische Vernehmen" der Gesänge auf Gästeseite nach dem Ausgleich und speziell nach dem Führungstreffer eindeutig nach. Erst als die Ostkurve nach Spielende ernüchtert den Support einstellte, war die Siegesfeier am anderen Ende der Halle zu hören.

Am Sonntag waren unsere Weiß-Blauen in Peiting zu Gast. Wie immer waren wohl mehr Garmischer als einheimische Fans unter den Zuschauern. Aber leider sind Auswärtsspiele in Peiting mittlerweile so banal, dass ihnen jeglicher Reiz fehlt. Bedingt durch den starken Auftritt unserer Mannschaft (das Überzahlspiel vergessen wir hier einfach mal) wurde dennoch fleißig und dauerhaft supportet, um einfach auch der Langeweile zu entgehen. Der SCR gewann am Ende verdient mit 3:2 und so konnte man das Wochenende noch mit drei Punkten abschließen. Einziger Wehmutstropfen nach dem Spiel war die "Vorfreude" auf das Wochenende im Dezember, an dem wir sowohl Freitag als auch Sonntag gegen Peiting spielen müssen. Danke für diesen geilen Spielplan!


Eure geliebte BSG