Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 15.11.2016
Dienstag, 15. November 2016
Spendenaktion L'Aquila
Dienstag, 8. November 2016
Ein Stück Heimat zurückgeben
Liebe Eishockeyfans,
heute möchten
wir, die Blue Supporters Garmisch, uns mit einem sehr viel ernsterem Thema an
euch wenden, als das eigentlich bei uns der Fall ist. Um auf eben jenes Thema
zu kommen, müssen wir etwas weiter ausholen.
Im Jahr 2009 verwüstete ein Jahrhunderterdbeben rund um die Region
L’Aquila in Mittelitalien jegliche Infrastruktur. 309 Menschen verloren ihr
Leben, Zehntausende wurden über Nacht obdachlos. Nur Stunden nach dem Unglück
posierten diverse Staatshäupter in den zerstörten Straßen und versprachen den
sofortigen Wiederaufbau.
Inzwischen sind 7 Jahre ins Land gezogen, aber passiert ist kaum
etwas. Aufgebaut wurde das Rathaus und auf Drängen der Bevölkerung hin eine
Kirche. Viele Wohnviertel sind bis heute zerstört und noch immer unbewohnbar,
bestenfalls wurde ein Bauzaun um die Ruinen errichtet. Die versprochene
langfristige finanzielle Hilfe wurde nicht geleistet oder verschwand teilweise
in dunklen Kanälen. Ein erheblicher Teil des Geldes kam nie dort an, wo es so
dringend benötigt werden würde. Viele Menschen leben noch immer in
Notunterkünften, über 20.000 Bewohner haben inzwischen gezwungenermaßen ihre
Heimat verlassen, da sie keinerlei Perspektiven mehr bot.
Einen Neuanfang wollten schließlich die Fußballfans von L’Aquila
Calcio, dem dort ansässigen Drittligisten schaffen. Die Resonanz auf ihren
Hilferuf an andere Fußballfans war überwältigend. In ganz Italien
solidarisierten sich Fußballfans und fingen an Spenden zu sammeln. Große und
berühmte Fankurven wie die von Sampdoria Genua, Inter Mailand oder des AC Parma
sammelten Spendengelder in ungeahnten Höhen. Selbst Erzfeinde von L’Aquila
legten die Rivalität auf Eis und beteiligten sich am Spendenaufruf. Auch in
Deutschland sammelten Fans beträchtliche Summen ein.
Das gesammelte Geld wurde jeweils persönlich den Organisatoren des
Spendenaufrufs in L’Aquila übergeben und kam zu 100 Prozent bei den
Betroffenen an. Dass dies auch diesmal der Fall sein wird, versprechen
sowohl wir als auch die Organisatoren in Italien. Das Ziel der Fans war es,
längerfristig in der verwüsteten Region wieder Perspektiven für Kinder und
Jugendliche zu schaffen. Von dem gesammelten Geld wurde, neben kleineren
Projekten, schließlich im vergangenen Jahr ein Skatepark eröffnet und nach
einem Kind benannt, das bei dem Erdbeben ums Leben kam. Hunderte Fans aus ganz
Italien nahmen an der Eröffnung dieses Parks teil, es herrschte dabei eine
Stimmung des Zusammenhalts, die ihresgleichen sucht.
Nun ist dasselbe jedoch wieder passiert. Im August dieses Jahres
schlug das Schicksal erneut an gleicher Stelle zu, wieder traf das Zentrum
eines schweren Erdbebens die Region um L’Aquila. Wieder erfolgten schnelle
Rettungsmaßnahmen, doch bereits jetzt ist absehbar, dass ein geregelter
Wiederaufbau im Sande verlaufen wird, wenn nicht die gleichen Organisatoren wie
beim letzten Mal tätig werden. In den kommenden Monaten soll ein Projekt in
Amatrice, einem Ort in der Nähe von L’Aquila, in Angriff genommen werden
(Baubeginn ist für März 2017 geplant), damit auch hier der Jugend wieder
Perspektiven geboten werden. Geplant ist dort einen Sportplatz für
Kinder und Schüler zu errichten.
An dieser Stelle kommen wir ins Spiel: Wiederum erfolgte aus der Fankurve von L’Aquila
ein Hilferuf an die Fußballfans in Italien. Doch warum sollten sich an dieser
Spendensammlung nur Fußballvereine und deren Fans beteiligen? Wirklich jede
Hilfe wird dort benötigt und deshalb möchten wir euch stellvertretend für die
Menschen in L’Aquila um Hilfe bitten.
Bitte beteiligt euch an der Spendensammlung am 18.11 im Heimspiel gegen Kaufbeuren. Es müssen keine großen Summen sein (welche natürlich trotzdem
akzeptiert werden würden ;) ), denn wenn sich jeder von uns mit ein oder zwei
Euro beteiligt, kann damit in der betroffenen Region viel erreicht werden.
Nochmal möchten wir betonen, dass das Geld vollständig bei den Betroffenen
ankommt und kein Cent davon in unsere eigene oder irgendeine andere Tasche
wandert. Wer des Italienischen mächtig ist, findet weitere Informationen zum
Spendenaufruf bei dem Fanclub Red Blue Eagles von L'Aquila Calcio unter http://www.redblueeagleslaquila1978.com/ . Andernfalls könnt ihr euch natürlich auch
jederzeit an uns in der Ostkurve wenden.
Abschließend möchten wir uns schon einmal für eure Hilfe bedanken.
Eure
Blue Supporters Garmisch im November 2016
Montag, 31. Oktober 2016
Montag, 24. Oktober 2016
Mittwoch, 12. Oktober 2016
Spieltage 7 und 8
Inzwischen sind die ersten Spieltage der neuen Saison Geschichte. Darunter durfte man einen Erfolg auf ganzer Ebene im Derby gegen Rosenheim feiern, ärgerliche Niederlagen einstecken und beim Last-Minute-Sieg gegen Frankfurt dezent ausrasten.
Am vergangenen Wochenende kamen schließlich zunächst die Lausitzer
Füchse ins heimische OEZ. Da man endlich mal freitags zuhause spielte, bot sich
somit eine noch bessere Gelegenheit für einen anständigen Suff, als das
sonntags der Fall ist. Ein Grund zum Saufen war auch die Leistung, die da auf
dem Eis geboten wurde. Großchancen vergab man kläglich, von einem
Abwehrverhalten konnte man nicht sprechen. Zu diesem Unvermögen kam noch eine
Portion Pech, was man insbesondere beim 1:0 für die Weisswasseraner
bestaunen durfte. Man haute sich die Scheibe nämlich stilecht selbst ins Netz.
Die 2:5 Niederlage war auch in ihrer Höhe letztendlich vollkommen verdient.
Die
Ost zeigte dabei zwei Drittel lang einen halbwegs vertretbaren Auftritt, im
letzten Drittel fiel die Mitmachquote aufgrund des Spielverlaufs drastisch ab.
Zumindest konnte man den eigenen Maßstäben gerecht werden und supportete die
Mannschaft im kleinen Kreis auch in den letzten Spielminuten, als die
Niederlage bereits fest stand.
Der Gästeblock wurde von etwa 30 Personen bevölkert, wobei sich die meiste Zeit nur circa 10 Personen an den „Dynamo“-Rufen beteiligten. So manche hessische Crew kommt mit „300“ Fans in etwa auf die gleiche Lautstärke und überschüttet sich danach mit Lorbeeren die Halle gerockt zu haben, dementsprechend kann man bei den Lausitzern von einem absolut ordentlichen Auftritt sprechen.
Der Gästeblock wurde von etwa 30 Personen bevölkert, wobei sich die meiste Zeit nur circa 10 Personen an den „Dynamo“-Rufen beteiligten. So manche hessische Crew kommt mit „300“ Fans in etwa auf die gleiche Lautstärke und überschüttet sich danach mit Lorbeeren die Halle gerockt zu haben, dementsprechend kann man bei den Lausitzern von einem absolut ordentlichen Auftritt sprechen.
Am Sonntag lockte uns dann der Spielplan nach Bayreuth. Den
angesetzten Bus bekam man absolut problemlos voll, was in Garmisch durchaus
erwähnenswert ist, erst recht an einem Sonntag bei 4-5 Stunden Fahrzeit.
Dank
der früh angesetzten Abfahrtszeit erreicht man schon um 15 Uhr die
Oberfrankenhalle. Folglich verzog man sich erstmal in die Stadt, wo man nach
einem Stadtrundgang den Biergarten des Vertrauens aufsuchte. So mancher
Mitfahrer hatte zu dieser Zeit schon einen beträchtlichen Pegel erreicht und
machte es sich wohl deshalb zur Aufgabe zusammen mit ca. fünfjährigen Kindern
Tauben zu Verjagen – zur Verwirrung der Kinder, zu unserer Belustigung.
Schließlich machte man sich auf den Weg ins Stadion. Und das konnte im Gegensatz zum Bier überzeugen. Trotz des Umbaus einer Tribüne vor einigen Jahren schaffte man es hier den Oldschool-Charakter beizubehalten, wozu mit Sicherheit auch die beiden offenen Seiten hinter den Stehplatztribünen beitragen.
Schließlich machte man sich auf den Weg ins Stadion. Und das konnte im Gegensatz zum Bier überzeugen. Trotz des Umbaus einer Tribüne vor einigen Jahren schaffte man es hier den Oldschool-Charakter beizubehalten, wozu mit Sicherheit auch die beiden offenen Seiten hinter den Stehplatztribünen beitragen.
Im Gästeblock, gefüllt mit 70-80 Garmischern, angekommen, stand man
schließlich vor dem Problem eine Zaunfahne wirkungsvoll aufzuhängen. Aus Mangel
an Möglichkeiten entschloss man sich schließlich diese das Spiel über vor dem
Block zu halten, was zumindest vom optischen her für einen netten Auftritt
gesorgt hat. Akustisch konnte man den eigenen Ansprüchen nicht gerecht werden,
aber es ist wohl generell in diesem Stadion schwierig richtig laut zu werden,
denn auch von der Heimkurve hörte man wenig. Auch dort war aber lediglich eine
Gruppe von etwa 30 Personen direkt hinter dem Tor um durchgehende Stimmung
bemüht, während sich der Rest nur sporadisch beteiligte. Uns stellt sich die
Frage, weshalb man für diese Gruppe dann ein Megaphon benötigt, aber das muss
ja jeder selbst entscheiden…
Von der Mannschaft erwartete man sich eine deutliche Steigerung im Vergleich zu Freitag, um nicht das zweite Nullpunktewochenende der laufenden Saison einfahren zu müssen. Diese Erwartung wurde aber alles andere als erfüllt und die Leistung von Freitag in unseren Augen sogar noch unterboten. Bis auf wenige Ausnahmen war kaum Kampfeswille oder Entschlossenheit zu sehen und somit durfte man frei von jeglicher Chance auf einen Punktgewinn und einer 3:0-Packung die Heimreise antreten.
Zum Abschluss von diesem wenig überzeugendem Wochenende bleibt allerdings doch etwas Positives anzumerken. Und das war, man glaubt es kaum, Polizei und Ordnungsdienst in Bayreuth. Diese agierten das ganze Spiel über absolut unauffällig und selbst als man in und vor dem Stadion noch ein wenig zündelte hielten sich beide vornehm zurück. Hier muss man den Damen und Herren wirklich Respekt zollen, da hier ein kleines, harmloses Vergehen geduldet wurde, um die Gesamtsituation nicht unnötig aufzuheizen. Erlebt man so wirklich nicht oft.
Von der Mannschaft erwartete man sich eine deutliche Steigerung im Vergleich zu Freitag, um nicht das zweite Nullpunktewochenende der laufenden Saison einfahren zu müssen. Diese Erwartung wurde aber alles andere als erfüllt und die Leistung von Freitag in unseren Augen sogar noch unterboten. Bis auf wenige Ausnahmen war kaum Kampfeswille oder Entschlossenheit zu sehen und somit durfte man frei von jeglicher Chance auf einen Punktgewinn und einer 3:0-Packung die Heimreise antreten.
Zum Abschluss von diesem wenig überzeugendem Wochenende bleibt allerdings doch etwas Positives anzumerken. Und das war, man glaubt es kaum, Polizei und Ordnungsdienst in Bayreuth. Diese agierten das ganze Spiel über absolut unauffällig und selbst als man in und vor dem Stadion noch ein wenig zündelte hielten sich beide vornehm zurück. Hier muss man den Damen und Herren wirklich Respekt zollen, da hier ein kleines, harmloses Vergehen geduldet wurde, um die Gesamtsituation nicht unnötig aufzuheizen. Erlebt man so wirklich nicht oft.
In diesem Sinne.
Eure Lieblings-BSG
Montag, 10. Oktober 2016
Galerie
Da wir momentan einige technische Probleme mit unserer Galerie haben, werden wir in nächster Zeit an dieser Stelle die Spieltagsfotos veröffentlichen.
Hier die Fotos vom ersten Spieltag in Rosenheim.
Hier die Fotos vom ersten Spieltag in Rosenheim.
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