Welch ein schöner Abend/Morgen!
Mit Freude durfte mein leicht berauschtes Hirn die Todesanzeige der Hamburg Freezers erblicken!
So schnell wie dieser Drecksverein auf der Bildfläche auftauchte, so schnell ist er auch wieder weg.
Euren glorreichen Beitrag zum "Deutschen Eishockey" hat nochmal Wikipedia (siehe Bild) zusammengefasst. Wir können unsere Trauer über diesen riesigen Verlust für unseren Sport kaum in Worte fassen und darum wollen wir unser Leid mit ein zwei Trauersongs kundtun.
https://www.youtube.com/watch?v=ZZ_-07nJtiI
https://www.youtube.com/watch?v=14xhLRm6ZHs
Leider müsst ihr, liebe Leser/Gender-Shit-Fetischisten, auf das Video vom Hamburg-Freezer-Auswärtsbus verzichten, da es auf die Schnelle nicht auffindbar war. Obwohl mit sämtlichen Stichworten (Hamburger-Freezers-Opfer-On-Tour, Spasten-Auswärts, Mann-mit-Tittchen-Trikot-spannt, Billig-Penispumpen) gesucht wurde, konnte es nicht mehr gefunden werden.
Es bleibt nur noch zu sagen, wie froh wir doch über die Professionalität der höchsten deutschen Eishockeyliga sind, denn die DEL weiß:
Mit kleinen, traditionsreichen Clubs ist einfach keine Kontinuität möglich.
Euch allen einen schönen Mittwoch und erwartet mit Spannung unseren kritischen Artikel zur aktuellen Situation im deutschen Eishockey!
Eure berühmte BSG
PS: Merci für die geile Zeit! Hamburg... ... ... ... Freezers?
Dienstag, 24. Mai 2016
Bye Bye Kühlschränke
Mittwoch, 18. Mai 2016
Hörbuchtipp Sommerpause
Mittwoch, 27. April 2016
Sommerimpressionen I
Dienstag, 22. März 2016
Stellungnahme zum Spielabbruch in München (Red Bull vs. Krefeld)/Nachtrag
Nachdem es aus beruflichen Gründen
nicht möglich war, das Auswärtsspiel in Crimmitschau zu besuchen, folgte ich
einer Einladung zum Spiel Red Bull – Krefeld. Die Zusage wurde erst versagt, da
ich nicht zu diesem Verein wollte. Nach einigem „hin und her“ fuhr ich dann
doch mit. Einmal wieder nach München fahren, an alte Wirkungsstätte. Dort
erlebte man viele schöne Derbys und lieferte gute Auftritte ab, sodass ich mich
letztendlich doch darauf freute.
Gute Rahmenbedingungen waren ja
dank dem Kultclub Krefeld, der Anwesenheit eines Studienkollegen und – wie
sollte es anders sein – Bier gegeben.
Eine Stunde vor dem Spiel in München
angekommen, konnte ich nichts mehr von dem „alten EHC“ finden. Einige alte
Schals und Trikots sind hier die Ausnahme. Das Stadion wurde umgestaltet und
gleicht eher einer Disko oder einer Messehalle als einem Eisstadion. Dasselbe
kann ich auch über das „Fanlager“ sagen: komplett ausgetauscht. Nur die
„Ultras“ sammeln sich am selben Platz wie früher. Erwähnenswert ist eine
Schwenkfahne mit „Aloisius“, dessen Brust das Red-Bull-Zeichen ziert. Ich
glaube, da ist nicht mal der liebe Gott noch barmherzig. Koa Manna für Red
Bull!
15 Minuten vor dem Spiel ging eine
pompöse Lasershow los! Cool anzusehen, aber die Lautstärke vernichtete jede Art
von Stimmung, Support, etc. Nach der Begrüßung der „besten Fans der Welt in der
Red-Bull-Nordkurve“ wollte ich zum ersten Mal das Stadion verlassen, ich blieb
trotzdem.
Zum Spiel: Nach einem schnellen 2:0
änderten sich die Gesprächsthemen der Personen um mich herum schlagartig. Aus
„Wo gehen wir heut noch hin?“, Fußball, Beziehungsproblemen und Crashed Ice
wurde schlagartig: „München, wir sind die Geilsten“, „Wir werden eh Meister!“
und „Was wir alles auf die Beine gestellt haben!“ (kann man durchaus so sagen,
wenn man den Club in die Pleite geführt hat, um daraufhin von einem
Milliardenkonzern übernommen zu werden). Ich hätte kotzen können. Potentielle
Empfänger meines Mageninhalts hatte ich, wie gerade erläutert, ja genug in
meiner Umgebung. Auch witzig war, dass kurz vor Spielbeginn ca. 1500 Personen
von Crashed Ice ihre Kombi-Tickets nutzten und neben den freien Stehplätzen
auch den Gästeblock fluteten. Die mitgereisten 40 Krefelder taten mir einfach
nur Leid.
Im zweiten Drittel ging München
hoch in Führung, was von den besten Fans der Welt nicht besonders honoriert
wurde. Erst als das Münchner „Urgestein“ Uli Maurer seinen Penalty verwandelte
und die Halle mit „Steht auf wenn ihr Red Bull seid!“ angeheizt wurde (wohl
gemerkt durch den Stadionsprecher, wie sich das eben gehört), wurde es laut.
Das Publikum erhob sich von seinen Plätzen, genau wie ich. Ich verließ das Stadion.
Das war zu viel des Schlechten.
Uli Maurer und Maxi Kastner, zu
sehen auf jeder Werbung als die echten Münchner und eigentlichen
Erz-Garmischer, das Gelaber der Anwesenden, die krankhafte Promotion und das
Feiern von jedem möglichen Jubiläum (der 600.000ste Red-Bull-Fan in der DEL,
das 100ste Red Bull Tor von irgendeinem Lutscher, usw.) waren einfach zu viel.
Und da war es wieder, das schlechte Gewissen. Ich wusste genau, warum ich seit
der Übernahme von Red Bull nie dort war und auch nie wieder dort hingehen
werde.
Ich ging in die alte Kneipe, wo
sich die MAC (Munich Action Crew) früher sammelte und bestellte ein Gustl und
ein Rüscherl. Ein cooler Laden und nach meinem Geschmack: Schön versoffen,
Spielautomaten, Trunkenbolde... cool halt. Dort ließ ich mir den Abend durch
den Kopf gehen und kam zu folgendem Entschluss:
Ich ziehe ein Stadion ohne
großartige Kontrollen, Fahnenbegrenzungen, Unterbrechungen für Werbungen,
Lasershows, „Schicki-Micki-Tussen“, Friede-Freude-Hurensöhne-Stimmung und
Animation vor.
Ich liebe den Sport und meinen
Verein mit seinen Freizügen und seiner Einfachheit, so wie er ist. Das ist mein
SCR und mein Garmisch!
Vom Sportlichen war es natürlich
großartig, das kann aber das eben genannte nicht wett machen. Lieber spiele ich
vor Einheimischen in der Vergessenheit der zweiten Liga, als mir das anzutun.
Alles Negative, was ich erwartet habe, wurde bestätigt, ja sogar übertroffen.
Für gutes Eishockey gibt es ja notfalls noch die NHL am Laptop.
Angetrunken auf der Heimfahrt kam
mir noch der Gedanke jeden Anwärter unserer Gruppe zu einem Besuch in diese
Welt zu zwingen, damit ihm klar wird, gegen was wir kämpfen und was erhalten
werden muss. In meiner Weltanschauung ist dafür kein Platz!
Gegen den modernen Sport!
Traditionelle Grüße,
ein radikaler Anhänger des SC
Riessersee – Ultra 08
Montag, 14. März 2016
Preplayoffs
Die
reguläre Saison ist beendet und wie der „Zufall“ es so wollte, kam es in der
ersten Playoff Runde direkt zu den Derbys zwischen Dresden und Crimmitschau
sowie Rosenheim und unserer Wenigkeit. Inwiefern das jetzt wirklich Zufall war,
sei mal dahingestellt, ist aber auch völlig egal, denn in erster Linie sollte
Eishockey schließlich attraktiv für die Zuschauer sein – und das war es
definitiv für alle Beteiligten.
Da
die Starbulls das Heimrecht genossen, ging es freitags somit für uns in
Richtung Mangfall. Fünf Busse und etwa 350 Garmischer traten die Reise an. Die
Stimmung war zwar deutlich besser als in den Partien der Hauptrunde, bei dieser
Anzahl an Fans wäre aber sehr viel mehr drin gewesen!
Bereits
in den Wochen zuvor, als ein Aufeinandertreffen mit den Starbulls immer
wahrscheinlicher wurde, bemühte man sich nochmal intensiv um die Aufhebung der
rund 30 Stadionverbote gegen Mitglieder und Sympathisanten unserer Gruppe.
Wieder einmal wurden jegliche Argumente abgelehnt mit der Begründung, dass
erneut Ermittlungen der Polizei gegen einzelne SV`ler laufen. Diese
Ermittlungen wegen den Vorfällen in Landshut wurden aber bereits ergebnislos
eingestellt – und das schon vor Monaten. Neuerdings wird zudem nach einem Mitglied unserer
Gruppe gesucht, das sich bei einem Vorbereitungsspiel in Tölz daneben benommen
haben soll. Dass er beim entsprechenden Spiel nicht mal anwesend war, stört
Polizei und SBR-Verantwortliche bei ihren konfusen Argumentationen à la „Ich
mach mir die Welt, wie sie mir gefällt“ nicht im Geringsten. Nun aber genug zu
diesem leidigen Thema…
Aufgrunddessen
war in Rosenheim also nur eine sehr kleine Schar unserer Mitglieder vor Ort.
Diese wartete natürlich ganz aufgeregt und gespannt auf den Aufmarsch der
Inntal Crew und der kam auch – und wie! Da die Polizei die Stalltüren weit
aufgestoßen hatte, war von polizeilicher Seite alles da, was Rang und Hufe hatte,
wodurch nur noch die Möglichkeit bestand, die Muskeln spielen zu lassen. Das ist
zwar lächerlich, aber... Suff halt. Als man sich dann unter Fort-Knox Bewachung aufbaute und böse Blicke gen Rosenheimer richtete, sahen eben
diese bösen Blicke, was die Inntal Crew auffuhr. Kollektives Gelächter folgte
und man widmete sich wieder dem Wichtigstem im Leben: Bier!
Zum
Spiel: Im Nachhinein betrachtet, hätte man in diesem Spiel wohl die Serie
entscheiden können. Gerade im 1. Drittel vergab man reihenweise Großchancen.
Wäre man hier mit einer durchaus möglichen 4:1 Führung in die Pause gegangen,
wäre das Spiel wohl entschieden gewesen. Stattdessen kassierte man noch ganz
bittere Gegentore und musste sich 5:3 (mit Empty Net) knapp geschlagen geben.
Highlight
blieb somit der Auftritt eines Rosenheimer Bubis, der sich beim Verlassen des
Stadions vor uns „aufbaute“ und fleißig pöbelte. Es folgte eine Watschn, wie
sie schöner kaum sein kann, was das arme Kerlchen an den Rand der Tränen
brachte. An dieser Stelle eine gute Besserung, insbesondere an die
Opfer-Brille, die den Zusammenprall vermutlich nicht ganz unbeschadet
überstanden haben dürfte.
Im
zweiten Spiel der Serie ging es nun um alles. Zum Einlauf präsentierte man eine
einfache, aber dennoch sehr gelungene Schal-Choreo, was man durch die
Präsentation eines neuen Banners aufpeppte.
An dieser Stelle ein großes
Dankeschön an alle in der Ostkurve. Nahezu jeder hat hier seinen Teil
beigetragen und kaum einer hat (wie in der Vergangenheit immer wieder passiert)
die Aktion boykottiert. Ultra wurde mit dieser Choreo definitiv nicht neu
erfunden, trotzdem konnte man für einen gelungenen Akzent seitens der Fans
sorgen. Und der kam bei der Mannschaft definitiv an. Denn die spielte furios
auf, erarbeitete sich viele Chancen und sollte letztendlich mit 4:1 als Sieger
vom Eis gehen. Respekt vor dieser kämpferischen Leistung, die durch zwei
Unterzahltore gekrönt wurde.
Im
Olympia Eissportzentrum versammelten sich über 4200 Zuschauer, darunter
beachtliche 600 Rosenheimer. Die gaben zu Spielbeginn auch ordentlich Gas, nach
rund 10 Minuten knickte die Stimmung aber vollkommen ein. Auf unserer Seite
galt das genaue Gegenteil: Zunächst startete die Ost eher verhalten, kam dann
aber immer mehr ins Rollen und spätestens nach dem 1:1 zur Hälfte der Spielzeit
schepperte es ordentlich für weiß-blau. Neben einigen richtig guten Dauergesängen
werden wohl vielen von uns die Torjubel beim 3:1 und 4:1 im Gedächtnis bleiben.
Das lässt sich wirklich nur als kollektives Ausrasten beschreiben. Nach dem
Spiel holte man sich am Gästeparkplatz noch den obligatorischen Platzverweis
vom Freund und Helfer ab, bevor man sich ausgiebig und intensiv dem
Alkoholkonsum hingab.
Dienstags
folgte nun das Entscheidungsspiel, diesmal wieder in Rosenheim, wo die Halle
bald den malerischen Namen emilo-Stadion tragen wird. Entgegen aller
Erwartungen versammelten sich dort über 450 Gästefans (natürlich immer noch
ohne SV’ler), was für Garmischer Verhältnisse fast schon einer Völkerwanderung
gleich kommt. Die Stimmung war dann auch durchaus ordentlich, zumindest bis man
sich nach 36 Sekunden das erste Gegentor einfing. Danach liefs eher schleppend…
Erst zum letzten Drittel fuhr man das Stimmungsbarometer wieder etwas nach
oben, auch wenn man sich hier in erster Linie aufs Pöbeln konzentrierte, was in
Garmisch bekanntermaßen hervorragend funktioniert.
Insgesamt fanden sich diesmal zumindest 3800 Zuschauer ein, was im Vergleich zum erbärmlichen Schnitt im Freitagsspiel schon mal 400 mehr waren. Da Rosenheim es wieder mal nicht auf die Reihe brachte, irgendwas anderes als die üblichen paar Schwenker zum Einlauf zu zeigen, dürfte zumindest der Kreativitätspunkt in dieser Serie (ohne großen Aufwand) klar an uns gegangen sein.
Insgesamt fanden sich diesmal zumindest 3800 Zuschauer ein, was im Vergleich zum erbärmlichen Schnitt im Freitagsspiel schon mal 400 mehr waren. Da Rosenheim es wieder mal nicht auf die Reihe brachte, irgendwas anderes als die üblichen paar Schwenker zum Einlauf zu zeigen, dürfte zumindest der Kreativitätspunkt in dieser Serie (ohne großen Aufwand) klar an uns gegangen sein.
Auf
Rosenheimer Seite fiel zudem auf, dass die Hools der Inntal Crew ihren Banner
verkehrt herum aufhängten. Was man zunächst für pure Dummheit hielt, sollte
dann aber doch einen schwerwiegenden Grund haben. Denn Gerüchten zufolge wollte
man auf diese Weise auf elterliche Willkür aufmerksam machen, die es dem Capo
untersagte, an einem Dienstagabend ins Stadion zu gehen, da am nächsten Tag
eine angesagte Vokabel-Ex bevorstand. Schade, da hätten Mama und Papa ja
wirklich mal eine Ausnahme machen können!
Auf
dem Eis sollte auf unserer Seite in diesem Spiel überhaupt nichts
funktionieren. Leicht vergebene Chancen, kaum Kampf und ein in einigen
Situationen nicht vorhandenes Abwehrverhalten sorgten letztlich für ein völlig
verdientes Ausscheiden. In vielerlei Hinsicht erinnerte dieser Auftritt an
Spiel 3 der Preplayoffs im vergangenen Jahr. Erst wird eine grandiose Leistung
gezeigt, mit der man sich Spiel 3 überhaupt erst erkämpft, ehe man anschließend
geradezu lustlos ausscheidet.
Abschließend
bleibt nur noch das zu wiederholen, was ihr bereits gesagt habt: Wir waren die
Wixxer, sind die Wixxer und werden immer die Wixxer bleiben!
Ein
Saisonrückblick folgt (vielleicht).
Sonntag, 13. März 2016
Choreo Rosenheim
Montag, 15. Februar 2016
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