Sonntag, 11. Januar 2015

Rosenheim 30.12.

Schneefall, Nebel und ein Haufen Idioten auf der Straße - da kommt es auf uns nun auch nicht mehr an, dachten wir uns und machten uns auf den Weg in Richtung Rosenheim. Obwohl man die Abfahrtszeit wetterbedingt noch eine halbe Stunde vorverlegt hatte, erreichte man den Gästeblock erst im Lauf der ersten Spielminuten. Gutes Timing eigentlich, da man sich entschlossen hatte, aus Protest gegen die Stadionverbote auf Material zu verzichten und damit vor dem Spiel eh nichts zu tun gehabt hätte.
Die im Gästeblock versammelten 200 Garmischer lieferten stimmungsmäßig zwar alles andere als einen Sahneauftritt, für die 10 Kiddies auf der Gegenseite sollte es allerdings gereicht haben. GWU, Scenario, Inntal Hansel… wer oder was es genau war, weiß man nicht. Ist aber auch schwierig den Überblick zu behalten, wenn Jahr für Jahr ne neue selbsternannte Ultra Gruppierung auftaucht und genauso schnell wieder verschwindet. Ganz schnell weg war übrigens auch der kleine Mann, der nach dem Spiel fleißig pöbelnd in Richtung Gästeblock marschierte und dabei so bedrohlich aussah, wie ein 14 Jähriger das eben tut. Nachdem ihn allerdings selbst einige der zahlreich vertretenen Ordnungshüter einfach nur auslachten, verzog sich das Bubi schnell zurück in seinen Teil des Stadions – auch eine Art die Schulferien zu feiern.
Zum Spielverlauf an sich muss man nicht viel sagen: Die Mannschaft war einfach platt, irgendwie konnte man sich zwar einen Punkt erkämpfen, mehr war aber definitiv nicht drin. Scheiß egal, trotzdem eine geile Saison!

Zum Schluss noch ein paar Worte in Richtung SBR: Die Verantwortlichen dort scheinen nun endgültig größenwahnsinnig geworden zu sein und berechneten für das Spiel einen Topspielzuschlag (16 Euro für nen Steher). Schön und gut, wir sind ja immerhin 5., seit wann aber die zu diesem Zeitpunkt laut Tabelle viertschlechteste Mannschaft der Liga Topspiele austrägt, ist uns ein Rätsel. Löblicherweise sah das auch das heimische Publikum so und somit wollten gerade mal lächerliche 2000 Zuschauer dieses Derby sehen. Respekt, auch eine Art das Eishockey in der eigenen Stadt unattraktiv zu machen! (hat nicht irgendwer in irgendeinem Forum zum ersten Derby der Saison von einem chronisch leeren OEZ gesprochen…? *hust hust*)

Montag, 29. Dezember 2014

Szene goes to Hollywood :)

Am 26.12. wurden die langgeplanten Videomitschnitte für den neuen SCR-Trailer gedreht. Das komplette Spiel über wurde hierzu die Ostkurve gedreht, um einige Momente der Nachwelt erhalten zu können.
Warum überhaupt ein Trailer?! Das Internet bekommt eine immer größere Bedeutung. Deshalb nutzen viele Vereine "Kurzfilme" = Trailer um Aufmerksamkeit zu erreichen.

Bei folgendem Link seht ihr den bisherigen Trailer des SCR. Da im Fan/Szene-Lager schon lange der Wunsch nach einem neuen Video bestanden hat folgte man der Bitte des Vereins, im neuen Trailer mitzuwirken, natürlich gerne. In Garmisch bestehen leider begrenzte Ressourcen und darum ist der Zusammenhalt noch wichtiger, als anderswo.

Unser Beitrag ist in der gewohnten Unterstützung der Mannschaft zusammen mit der gesamten Ostkurve zu sehen, womit wir für verwertbares Filmmaterial sorgen. ;)

https://www.youtube.com/watch?v=So_ldHKll9M


Bei dem alten Trailer, war für unseren Geschmack ein "Tick zu viel Mannschaft" und ein "Tick zu wenig Fans und Drumherum" enthalten. Für diese Aufnahmen wurde daher ein Spiel in der Wintersportwoche ausgesucht, die erfahrungsgemäß immer vor vollen Rängen ablaufen. Viele Spieler aus dem alten Trailer tragen mittlerweile die Farben anderer Vereine, die Fans sind noch immer die selben. Das ist ein Qualitätsmerkmal das Beachtung verdient und deshalb auch mehr Würdigung im neuen offiziellen SCR-Trailer findet.

Der Trailer wird noch einige Wochen dauern, da noch Aufnahmen ausstehen....Vorfreude ist aber jetzt schon berechtigt :)

Donnerstag, 25. Dezember 2014

26.12 die Parole lautet „Turbogas“

Zum Beginn der Wintersport Woche kommt mit Frankfurt, dem Aufsteiger, ein ernst zu nehmender Gegner. Die (immer noch) unterbesetzte Mannschaft in Weiß-Blau braucht daher wieder unsere volle Unterstützung (Also 100% Turbogas ab der ersten Minute)!
Unser ehem. Torhüter Hogan beschwerte sich ja bekanntlich bei seinem neuen Arbeitgeber über die Stimmung im OEZ! Sollen die Löwen aus Frankfurt kommen… wir sind heiß und werden zeigen wer die Nummer 1 ist!
Auch eure Freunde, von unserem Ausbildungsverein Bad Tölz, sind herzlich willkommen… Beginn 18:30 Uhr

Montag, 22. Dezember 2014

We just can`t get enough

Schöner kann man die Worte zu diesem Wochenende nicht treffen! Am Freitag spielte „das letzte Aufgebot“ aus dem Werdenfels gegen Bremerhaven. Ein Spiel, welches viele im Vornhinein als verloren eingestuft haben.
Doch es sollte anders kommen. Sowohl auf den Rängen als auch auf den Eis gaben die Weiß-Blauen „Turbogas“. Unterstützt von dem schnellen Führungstreffer (bereits nach 0:09 Sekunden) konnte die Ost es zu einer beachtlichen Lautstärke bringen und einen durchgehenden Support über 60 Minuten abrufen. Kurz gesprochen: Einfach genial…auch klasse, dass es dieses Jahr nicht nur eine Reihe gibt, die Tore schießen kann, sondern die Tore quer durch die Bank produziert werden. Die rund 10 mit gereisten Fans aus dem Norden zeigten zum Spielbeginn ein Spruchband mit der Aufschrift „H5N1 Krinner“. Nachdem es einer von uns geschafft hat zu googeln, was überhaupt H5N1 sein soll, kam allmählich der Joke auch bei uns in den Reihen an (Hintergrund war ein auf Toni Krinner geworfenes Gummihuhn im Hinspiel in BHV und einen in der Presse folgenden Streit beider Vereine). Diesem Streit schloss sich natürlich das Fanlager prompt an und konterte im letzten Drittel ebenfalls mit einem Spruchband „H5N1?! Lieber nen Vogel auf der Bank, als nen Fisch im Bett“ (eine kleine Anspielung auf die fette Qualle und seinen RTL2-Anhang im Awaysektor, die es nicht ansatzweise schafften ein Drittel lang stehen zu bleiben, aber sich wenigstens für das Spruchband hochwuchten konnten).
Während die Ost weiter vor sich hin schepperte, wurde auf dem Eis immer klarer, wer die Nummer 1 unter der Alpspitze ist. Das Team aus dem Norden wurde dementsprechend von Minute zu Minute unfairer, was in einer Massenschlägerei kurz vor Ende des Spiels gekrönt wurde. Hier wurde der SCR von Herpich, „The Ironfist“ Eberhardt und dem Gschmeißner Vali männlich vertreten. In zwei der drei der 1:1 Situationen konnte der Garmischer gewinnen. Die dritte Niederlage für die Fische konnte von den Unparteiischen durch beherztes Eingreifen leider verhindert werden.
Am Ende des Spiels gabs noch ein fettes „Klingglöckchen“ und eine angemessene Feier. Kurz: Die ersten Punkte des Wochenendes waren eingesackt!
Am Sonntag gings nach Crimmitschau: Ein Auto der BSG (insgesamt 25 Garmischer anwesend) fand den Weg in die Wirtschaftsmetropole Deutschlands. Auch hier ging man wiedermal nicht von einem Sieg aus und wurde eines besseren belehrt! Nachdem man Crimme, nach der ein oder anderen „Abkürzung“ gefunden hatte (Navi is nur was für Systemopfer), wurde noch eine Ehrenrunde durch die Stadt gedreht. Erschreckend wie menschenleer die Innenstadt an diesem 4. Advent war (die Vermutung, dass die schon alle im Stadion sind… wurde leider widerlegt). Am Stadion angekommen trank man mit „nem alten Bekannten“ ein Gerstenschörlchen in der Stadionwirtschaft, unterhielt sich mit unserem Manager Ralph ein wenig über die absolut coole Saison und fand sich rechtzeitig zum Spiel in den Gästeblock ein. Von den Heimfans wurde erstmal berichtet, wie Dresden ihr Banner verloren hat und sich der erste Glühwein genehmigt. Zum Spielverlauf möchte ich hier nur kurz die absoluten Highlights erwähnen: Unsere Nummer 95 Simon Mayr, Nachwuchstalent und gebürtiger Krüner riss sich den Arsch auf und konnte uns absolut überzeugen. Michi Rimbeck wird immer mehr zur Tormaschine und die komplette Mannschaftsleistung war überzeugend. Besiegelt wurde das Spiel durch ein Empty-Net-Goal . Der Scorerpunkt geht an unseren Torhüter Joey! Gratulation Joey zu deinem ersten Tor für den SCR!
Fazit: Jeder der mitgereisten Bergaffen, war glücklich als er sich in seiner Bergaffenhöhle zu seinem Bergaffenweibchen kuscheln konnte und seinen Rausch ausschlafen durfte! Ein spannendes Spiel, gute Gespräche mit coolen Heimfans und wieder einmal drei Punkte reicher 

Donnerstag, 4. Dezember 2014

Auf gute Freunde

Tabellendritter gegen den Letzten. Die beste Defensive der Liga gegen die Mannschaft, die abgesehen von Crimmitschau die meisten Gegentore kassiert hat. Oder einfach unser SCR gegen Kaufbeuren, die zuletzt furiose 16 Niederlagen in Folge einstecken mussten. Alles vollkommen egal, denn unsere Mannschaft bewies einmal mehr, dass sie immer wieder gut ist für Überraschungen – diesmal jedoch leider in negativen Sinne.

Aber fangen wir von vorne an: Zu Beginn wurde die Mannschaft, wie schon in den letzten Spielen mit dem üblichen Meer an großen Fahnen begrüßt, doch auch die Gästekurve sollte ein durchaus ansprechendes Bild abliefern. Trotz der Pleitenserie hatten sich dort immerhin noch 60-70 Fans des ESV versammelt, die, angeführt von der Jokeria, ebenfalls klar Farbe bekannten. Zum Spielverlauf gibt es nicht viel zu sagen. Auch wenn Garmisch zu Beginn den Ton angab, konnte man sich keine ernsthaften Torchancen erspielen. Die Führung des ESV aus dem ersten Drittel konnte zwar kurz nach der Pause ausgeglichen werden, danach verlor unsere Mannschaft aber völlig den Faden und ging mit einem fast schon aussichtslosen 1:4 in die Kabine. Ein Großteil der 1600 Zuschauer dürften das Spiel zu diesem Zeitpunkt bereits abgehakt haben, doch im letzten Drittel fand die Mannschaft dank dem bärenstarken Tim Bender zurück zu alter Form und innerhalb weniger Minuten konnte man sich auf 3:4 heranarbeiten. Das heimische Publikum gab nun Vollgas, nützen sollte das aber nichts mehr. Vajs im Tor der Kaufbeurer lieferte mehrere Glanzparaden ab und sicherte seiner Mannschaft so die ersten 3 Punkte seit einer halben Ewigkeit.
Im Anschluss an die Partie präsentierte man noch ein Spruchband, mit welchem man sich klar für das viel diskutierte neue Eisstadion in Kaufbeuren aussprach. Auch wenn der ESVK zurzeit nicht seine besten Zeiten durchlebt, darf das Profi Eishockey im Allgäu nicht aussterben. Jokers brauchen eine Heimat und das deutsche Eishockey braucht eine Talentschmiede wie die des ESV! Nicht umsonst sieht man in DEL und DEL2 derzeit wohl kaum eine Partie ohne Beteiligung eines Spielers, der die Nachwuchsförderung des ESVK durchlaufen hat! Also: Weiter kämpfen für das neue Stadion!

Nach dem Spiel traf man sich noch mit einem Teil der mitgereisten Jokeria am üblichen Treffpunkt, trällerte der umliegenden Nachbarschaft das ein oder andere Gute-Nacht-Lied und begoss den hoffentlich jetzt startenden Aufwärtstrend des ESV. Auf gute Freunde…!

Montag, 17. November 2014

Einmal Derbysieg bitte…aber nen Doppelten!

Die Länderspielpause war vorbei und für unsere Mannschaft stand direkt ein Derbywochenende auf dem Programm. Zudem durfte man einen neuen Spieler begrüßen. Der aus Aalborg kommende David Brine ersetzt den zuletzt im Sturm leider wirkungslosen Morten Lie. Bei unserem Wikinger möchten wir uns für die grandiose letzte Saison bedanken (insbesondere für den 5:4 Siegtreffer in der Overtime gegen Rosenheim vor über 5000 Zuschauern) und wünschen ihm für die Zukunft alles Gute!
Doch zurück zum ersten Derby: Da in Rosenheim noch immer rund 30 Stadionverbote gegen unsere Gruppe Bestand hatten, fuhren am Freitag lediglich 3 Autos in Richtung Kathreinstadion. Eine Fahrt, die im Nachhinein wohl keiner bereuen sollte. Gestützt auf eine souveräne und kompromisslos agierende Defensive nutzten unsere Weiß-Blauen auch im Angriff endlich ihre Möglichkeiten. Nachdem auch Ex-Garmischer „Strafbank-Beppo“ Frank, inzwischen in Diensten der Starbulls, sich von seiner besten Seite präsentierte und mit einer Matchstrafe wegen Angriff auf den Schiedsrichter unseren Farben eine 7-minütige Überzahl bescherte, wurde das Ergebnis zu unseren Gunsten auf 3:0 nach oben geschraubt. Somit konnte mit einem letztendlich ungefährdeten 4:1 die ersten 3 Punkte des Wochenendes eingefahren werden.
Die Stimmung unter den rund 200 mitgereisten Fans aus Garmisch war gerade zu Beginn weit von der Bestform entfernt, jedoch konnte man sich, unterstützt vom Spielverlauf, später immer regelmäßiger klar und deutlich in der Halle bemerkbar machen. Nachdem man sich schließlich noch vom Rosenheimer Kindergarten verabschiedet hatte, konnte man zufrieden und besoffen die Heimfahrt antreten. Anscheinend gehört es in Rosenheim zum guten Ton sich behinderte Gruppennamen einfallen zu lassen… anders lässt sich uns die Bezeichnung „Inntal Crew“ nicht erklären (ein Name der uns, trotz der äußerst hitzigen Begegnungen in der Vergangenheit nie zu Ohren gekommen ist). Auch das „Aufmucken“ der „wilden Kerle“ muss man sich schön saufen, um nicht den Glauben an Eishockey-Deutschland zu verlieren… aber für was gibt es Rückspiele ;)
Kaum wieder nüchtern stand am Sonntag jedoch schon das nächste Highlight an: Zum zweiten Derby an diesem Wochenende gastierte der EVL im OEZ. Die garmischer Szene traf sich bereits zum gemeinsamen Mittagessen beim Italiener des Vertrauens und genoss die ersten Gläser Zaubertrank. Eingeleitet wurde das Spiel mit dem maximalen an Fahnen (Fotos folgen), was zu bieten ist. Ein Bild was man in dieser Liga selten finden wird. Im Spiel stand es bis kurz vor Schluss 1:1, ehe der SCR in Person von Lubor Dibelka 11 Sekunden vor Schluss das erlösende Siegtor erzielte und die 3500 Fans in Ekstase versetzte. Dieser Eishockey-Abend bot vieles was man als Fan einfach schätzt: Spannung, Emotionen und ein Sieg für die Farben „unseres Himmels –Weiß und Blau“.
Stimmungsmäßig war über 60 Minuten klar, wer der Hausherr ist. Aufgrund der Gelegenheitszuschauer gab es aber im zweiten Drittel Durchhänger. Als nach dem Spiel jedoch mehrfach und ohrenbetäubend „Scheiß EV Landshut“ durch die Halle gellte, war auch das vergessen.
Apropos Landshut: ca. 130 mitgereiste Fans, von der aktiven Szene jedoch kaum etwas zu sehen. 2 Clowns, die nahezu durchgängig mit verschiedensten Handbewegungen in Richtung Ost fuchtelten, ließen auf unserer Seite fast schon Mitleid aufkommen. Um deren Szene scheint es doch nochmal deutlich schlechter zu stehen als vermutet.
Uns konnte das jedoch egal sein und es bleibt nur zu sagen: Geil Oida! Derbysieger!

Danke an die Autobesatzung aus Kaufbeuren für die Unterstützung. Es ist schön, dass man euch nicht mit „Motivationsanrufen“ quälen muss und ihr einfach auch mal so vorbei schaut… ein fettes Merci hierfür.

Freitag, 31. Oktober 2014